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Ehepaar Rohrbeck verabschiedet sich in den Ruhestand

Kaum zu glauben … fast 35 Jahre ist es her, dass wir im September 1986 als junges Pfarrehepaar nach Rahden gekommen sind. Für die Kirchengemeinde war es ein mutiger Schritt sich darauf einzulassen, dass die damalige Pfarrstelle Tonnenheide-Wehe zukünftig von einem Ehepaar versorgt werden würde. So etwas hatte es ja noch nie gegeben – ob das gutgehen würde?

Dreieinhalb Jahrzehnte später blicken wir in großer Dankbarkeit zurück auf eine ge-füllte und er-füllte Zeit – und das in vielerlei Hinsicht. In Tonnenheide haben wir den größten Teil unseres Lebens verbracht. Hier sind unsere vier Kinder geboren, aufgewachsen und flügge geworden. In vielem, was unseren Dienst ausmacht, haben Beruf und Familienleben ganz selbstverständlich ineinandergegriffen: Krabbelgruppen und Familienwochenenden in Haus Reineberg, Kinderkirche und Kinderbibelwochen, Taufgedächtnisgottesdienste und Schulentlassgottesdienste erwuchsen aus unseren eigenen Erfahrungen als junge Familie. Die Freundschaften der Kinder öffneten viele Türen zu den Eltern, und so entwickelten sich auch eine ganze Reihe privater Beziehungen innerhalb der Dorfgemeinschaften Wehe und Tonnenheide.

Die Verabschiedung von Micaela Strunk-Rohrbeck und Rainer Rohrbeck aus dem Pfarrdienst wird mit einem festlichen Gottesdienst am 5. September in (oder an?) der St. Johannis-Kirche gefeiert werden. Genauere Infos zu den Planungen werden noch bekannt gegeben.

Mit der Zeit kamen neue Aufgaben hinzu: im Jahr 2002 die halbe Stelle als Religionslehrer an der Verbundschule Hille, im Jahr 2008 die viertel Pfarrstelle für die Gemeindeglieder in Stelle / Stellerloh.

Gleichzeitig haben wir voller Freude miterlebt, wie die Bezirke und die Ortschaften unserer Kirchengemeinde immer enger zusammengewachsen sind. Vieles wird heute gemeinsam im Kreis der Hauptamtlichen ausgedacht und verabredet, geplant und durchgeführt, und es herrscht eine vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre – zum Wohl der Gemeinde und zur Ehre Gottes.

Der größte Schatz unserer Kirchengemeinde ist allerdings die Vielzahl der Menschen, die sich punktuell oder dauerhaft zur Mitarbeit gewinnen lassen. Dankbar haben wir das in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder erlebt: im Presbyterium und in der Frauenhilfe, beim Frauenfrühstück und in der Konfirmandenarbeit, im Lektorendienst und bei der Gartenpflege, in den Chören und bei kleineren und größeren Bauvorhaben, bei der Mitgestaltung von Gemeindefesten und bei der Finanzierung des Gemeindelebens durch Kirchensteuer und Spenden. Wo sich Menschen ansprechen und bewegen lassen, ihre vielfältigen Gaben einzubringen, da wird die Gemeinde lebendig!

Fast 35 Jahre lang durften wir diese Gemeinde begleiten und mitgestalten, in vielen Häusern Anteil nehmen an Freude und Leid. In manchen Familien haben wir nacheinander fünf Generationen kennen gelernt. Aus Täuflingen wurden Brautleute, aus Konfirmanden wurden Taufeltern, aus Teamerinnen wurden Presbyterinnen. Das war immer wieder spannend und ermutigend mitzuerleben!

Nun neigt sich unsere Zeit in der Gemeinde dem Ende zu. Wir blicken dankbar, aber auch ein wenig wehmütig auf diesen langen, erfüllten Lebensabschnitt – und freuen uns doch auch auf die neuen Freiheiten, die im Ruhestand locken.

Voraussichtlich soll am 5. September die offizielle Verabschiedung aus dem Dienst stattfinden. Ob sie dann öffentlich und in welchem Rahmen sie stattfinden kann, wird sich zu gegebener Zeit zeigen.

Schon jetzt aber wünschen wir allen Gemeindegliedern für die weitere Zukunft Gesundheit und Gottvertrauen, Zusammenhalt und Zuversicht und in allem Tun und Lassen Gottes reichen Segen!

Ihre Micaela Strunk-Rohrbeck

und Rainer Rohrbeck

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